Home Familie Familienrat: Wie man eine Diskussion über Probleme in eine Tradition verwandelt, die sich näher bringt

Familienrat: Wie man eine Diskussion über Probleme in eine Tradition verwandelt, die sich näher bringt

by cms@editor

In jeder Familie gibt es früher oder später Fragen, die auf der Flucht nicht gelöst werden können: Wo man Urlaub verbringt, wie man die Hausaufgaben verteilt, wie viel Taschengeld man einem Kind geben kann, wie man auf schlechte Noten reagiert. Oft werden solche Gespräche beim Abendessen oder im Auto zu spontanen Streitigkeiten, bei denen Emotionen die Oberhand gewinnen, und es gibt keine konstruktive Lösung. Der Familienrat ist eine einfache und effektive Praxis, die hilft, jeden zu hören, Stress abzubauen und die Kinder zur Verantwortung zu ziehen. Wenn Sie diese Tradition mindestens alle zwei Wochen einführen, wird die Atmosphäre im Haus merklich ruhiger.

Die Hauptregel des Familienrats ist Regelmäßigkeit und Berechenbarkeit. Wählen Sie einen Tag und eine Uhrzeit aus, die für jeden geeignet ist, z. B. am Sonntagabend nach dem Abendessen oder am Samstagmorgen. Die Dauer sollte dreißig bis vierzig Minuten nicht überschreiten, besonders wenn es kleine Kinder in der Familie gibt: Ihre Aufmerksamkeit wird schnell zerstreut. Es ist wichtig, dass der Rat nicht mit Bestrafung oder Notation in Verbindung gebracht wird. Dies ist kein Ort für Verweise, sondern ein Ort, an dem jedes Familienmitglied einen Wunsch, einen Vorschlag oder eine Sorge äußern kann. Beginnen Sie mit einem angenehmen: Lassen Sie jeden erzählen, was in der Woche gut passiert ist — so beginnt das Gespräch mit einer positiven Note.

Für einen erfolgreichen Rat ist eine einfache Regelung erforderlich. Wählen Sie einen Moderator aus — zunächst kann es ein Elternteil sein, aber geben Sie diese Rolle im Laufe der Zeit nacheinander an die Kinder weiter. Der Moderator sorgt dafür, dass sich alle äußern, und schreibt die Vereinbarungen auf. Führen Sie ein spezielles Notizbuch oder eine Notiz in Ihr Telefon ein, in dem die getroffenen Entscheidungen getroffen werden und die für ihre Umsetzung verantwortlich sind. Es hilft Kindern zu sehen, dass ihre Worte Gewicht haben und nicht nur zuhören und vergessen werden. Wenn das Kind beispielsweise vorschlägt, dass alle freitags zusammen Brettspiele spielen sollen, schreiben Sie dies auf und weisen Sie den Verantwortlichen für die Auswahl des Spiels zu.

Einer der häufigsten Stolpersteine sind Beschwerden über Hausaufgaben. Anstatt das Kind erneut für den ungewohnten Müll zu beschimpfen, bringen Sie diese Frage zum Rat. Lassen Sie jedes Familienmitglied vorschlagen, wie die Dinge fair verteilt werden können. Sie können eine Abstimmungs- oder Rotationsmethode verwenden: Die Verantwortlichkeiten ändern sich jede Woche, damit niemand nur langweilige Arbeit bekommt. Wenn Kinder an einer Entscheidung beteiligt sind, sind sie viel eher bereit, sie auszuführen, weil sie sich beteiligt fühlen. Es ist wichtig, dass Eltern gleichzeitig kompromissbereit sind und nicht nur ihren Willen aufzwingen.

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